Mittwoch, 27. April 2011

Kurztest: Portal 2, Playstation3

Nicht fragen! KAUFEN!
Wer bis jetzt noch nie Teil 1 gespielt hat, ist nicht zu helfen. Portal ist zwar sehr kurz (knappe zwei Stunden) dafür enorm fesselnd. In Portal 2 wird das geniale Gameplay mit den Portalen in ein gut 10 Stunden langes Abenteuer gepackt und durch viele kleine Gimmicks erweitert. Selber rausfinden, ich will echt nichts verraten. Grundfunktion: ein Portal an die eine Wand schießen, das andere an die andere Wand, durchgehen.

Grafisch bekommt man zwar nicht das detailreichste Spiel zu sehen, macht aber nichts, denn der Stil passt wie die Faust auf`s Auge. Dazu gibt`s keine nennswerten Grafikfehler.

Die Musik ist zwar selten aber mehr als passend und die sonstigen Soundeffekte auch. Endlich gibt`s auch mal wieder wirklich professionelle Synchronsprecher, was zu der gesamten Atmosphäre enorm beiträgt.

Das ist eines der besten Spiele des Jahres. Vielleicht eines der besten überhaupt! Man muß es einfach erleben und deshalb gibt`s auch nur einen Kurztest. Ich will nichts über die geniale Handlung verraten. Die Rätsel sind genial! Der Humor ist pechschwarz! Einfach nur kaufen!

Xbox 360 Test: Far Cry 2 oder: wie ich lernte, Afrika zu hassen.

Hab da ne leichte Krümmung in meinem Bild...
Nicht gerade aktuell, aber es hat mich in meinem Regal angelacht. Erschienen im Oktober 2008 und vorher bis zum erbrechen gehypt. Was dieses Spiel nicht alles können sollte! Ich musste es also sofort haben. Schon damals hab ich ein paar kleinere bis enorm nervige Macken erkannt. Aber der Reihe nach:

Man wählt sich aus neun verschiedenen Charakteren einen aus, die sich absolut nicht voneinander unterscheiden. Hey, das ist ein Egoshooter und man kann sich selbst nie sehen. Keiner hat auch nur die geringsten Vorteile. Zu was gibt`s dann die Auswahl? Weil`s die Programmierer cool fanden. Man ist also ein Söldner, der den "Schakal" in einem afrikanischen Staat aufspüren und stoppen soll. Der "Schakal" beliefert die beiden sich bekriegenden Parteien mit Waffen. Das ist auch schon die ganze Vorgeschichte, die sich aber während des Spiels auch nicht weiterentwickelt. Nachdem man sowieso für beide Parteien Aufträge erfüllen muss, kann man auch mit keinen wirklich sympathisieren. Außerdem sind die Anführer so hölzern und uninteressant, daß man sich auch nicht darum kümmert, was mit ihnen passiert.

HALLOOOOOOOOO!!!

Die Grafik ist gar nicht schlecht. Von Wüsten über Dschungel bis zu Steppen gibt es wirklich viel Abwechslung. Die tolle Darstellung der Pflanzen fällt besonders gut bei den verschiedenen Wetterbedingungen auf. Die Bäume und Gräser bewegen sich je nach Windverhältnissen. Feuer breitet sich auch ziemlich realistisch aus und kann auch Bäume und Häuser niederbrennen. Taktisch nutzbar! Die Grafik leidet zwar unter einigen stärkeren Rucklern und etwas Tearing (das ist das, wenn`s einem das Bild zerreisst. Heutzutage in praktisch jedem Spiel zu sehen.), hab ich aber schon heftiger gesehen. Die Tag-und-Nacht-Wechsel in Echtzeit sehen gut aus, wenn, und jetzt kommt`s, es nie Nacht werden würde. Nachts sieht das Spiel wirklich nicht gut aus. "Nachts sind alle Katzen blau", oder? Der Blaustich lässt die gesamte Umgebung Detaillos wirken. Die Animationen der Gegner und in den Zwischensequenzen wirken enorm lächerlich. So steif und unkoordiniert hab ich schon lange keinen virtuellen Menschen gesehen.

Die Musik wiederholt sich enorm oft, da das Game bei jedem gegnerischen Angriff die gleiche Melodie spielt und dann die typische Beruhigungsmusik, wenn`s mal nix zu ballern gibt. Das ist der Fluch von interaktiver Musik in einem Sandbox-Game. Zum Glück gibt`s aber gute Umgebungssounds. Ok, mal abgesehen von den Gegnern, die so sinnloses Gefasel von sich geben, daß es unfreiwillig komisch wirkt und sie ihre Taktiken laut aussprechen. Die Missionsbriefings sind auch Lustlos gesprochen.

So repariert man also Autos! Eine Schraube anziehen reicht!



Jetzt muß ich natürlich zum eigentlichen Spiel kommen. Und da sammeln sich die kleineren und größeren Probleme, die aus einem potenziellen Hit ein nur noch gutes Game machen. Es gibt zwei riesige Areale, die man frei erforschen kann. Dummerweise gibt`s nicht viel zu erforschen. Wer also gerne Spaziergänge im Dschungel oder in Steppen macht: hier ist euer Spiel! Man findet zum Glück fast überall Autos und Boote, um wenigstens etwas schneller voran zu kommen. Das "Fast" ist aber leider der Knackpunkt: man wird auch mal gerne wirklich mitten im Wald ausgesetzt, wo es keine Straße gibt. Oder missionsbedingt muß man in Gebiete, die man nur zu Fuß erreicht. Unser Protagonist ist aber eher eine Schnecke und hat bei Sprints eine Ausdauer, die jeden 200-kg-Mann zum Lachen bringt. Schnelles Reisen von A nach B? Es gibt pro Areal ganze fünf Bushaltestellen, die nie in der Nähe sind, wenn man sie braucht. Relativ nutzlos. Dazu muß ich mal den Missionsaufbau erklären. Man startet jede Aufgabe grundsätzlich in der Hauptstadt (besteht aus mindestens 10 Häusern), die sich genau im Zentrum des Gebietes befindet. Praktisch jede Mission findet aber am Rand der Karte statt. Also muß man erst mal 10 Minuten Zeit für die Reise investieren. Die Missionen bestehen eigentlich nur aus: Mission annehmen, hinreisen, 50 Leute erschießen und wieder zurück zum Anfang. Das nervt mit der Zeit. Dazu gibt`s noch völlig sinnlose Nebenmissionen, die ich komplett ignoriert habe. Waffen hab ich nie gekauft, auch wenn sie besser funktionieren, wenn man sie nicht einfach aufsammelt. Ist zwar etwas ärgerlich, daß die Knarren oft mal Ladehemmungen haben oder im schlimmsten Fall einfach explodieren, aber nicht weiter so schlimm. Es gibt enorm viele Gegner, die einem nach ihrem Ableben ihre Waffe zur Verfügung stellen. Die Feinde sind das absolut Schlimmste. Vor allem ihre "Intelligenz". Tagsüber können sie oft auf mehrere Kilometer Entfernung durch Wände sehen und fangen an zu ballern. Kann aber auch vorkommen, daß sie mit einem ewigen "Ich hab da was gehört!" nach mir suchen obwohl ich direkt vor ihnen stehe. Vor allem Nachts ist das schlimm, da es nie wirklich dunkel ist und man selber sehr gut sehen kann, die anderen aber völlig blind sind. Und man wird von JEDEM gehasst. Wirklich. Jeder, der an mir vorbei gefahren ist hat umgedreht und angefangen auf mich zu schießen. Jeder, der am Straßenrand steht hat eine Waffe und fängt an zu schießen. Dabei ist es besser wenn man zurück schießt, weil die Typen enorm hartnäckig sind und gerne mal mehrere Kilometer hinter einem her rennen. Nach 12 Stunden Spiel bekam ich dann den typischen Danke-daß-sie-sich-so-lange-gequält-haben-Erreicht-haben-sie-aber-nichts-Abspann.

Den eigentlichen Kaufgrund sollte man aber nicht vergessen: der Leveleditor. Wer schon mal "Far Cry Instincts" oder "Far Cry Instincts Predator" gespielt hat kennt in schon teilweise. Mit wenigen Handgriffen kann man sich riesige Maps selber erstellen. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Alles, was man im Hauptspiel sieht kann man auch in sein eigenes Level verbauen inklusive Tageszeiten und Wetter. Dazu kann man Alles auch online teilen und sich Maps von anderen Spielern runterladen. Faszinierend und ein absoluter Zeitkiller noch dazu.

Entdecke die Möglichkeiten!
Kurze Anmerkung zur Playstation 3 Version, die ich auch schon ausgiebig gespielt habe: wer die Möglichkeit hat zwischen den beiden Varianten zu wählen sollte sich die 360er-Version besorgen. Auf der PS3 ist das Tearing noch schlimmer und alles wirkt insgesammt pixeliger.

Ganz sicher ist Far Cry 2 nicht schlecht. Es fühlt sich nur extrem künstlich in die Länge gezogen an und im Prinzip ist die Abwechslung bei Null. Aber ich will ja fair sein und der Editor ist unschlagbar:




Ich muß mal kurz die Reparaturschraube an meiner Karre finden.

Montag, 4. April 2011

3DS Kurztest: Die Sims 3 ohne D

Das kleinste Übel?
Für die Vorbestellung meines 3DS durfte ich mir umsonst aus drei Spielen eines aussuchen. Die Auswahl war Not gegen Elend. Also hab ich mich für Die Sims 3 entschieden, da sich dabei der 3D Effekt sicher am meisten lohnt.

Erst mal einen Charakter erstellen.

Name: Siggi Katlewski (offensichtliche Wahl. Wer ihn nicht kennt: googeln!)
Größe: Klein
Statur: Fett
Haare: Keine, dafür ne Seemannsmütze. Wenn er sie absetzt hat er Haare bis zum Hintern (wer hat das programmiert?)

Kleidung: Yo-Ging-Hose und Unterhemd.
Eigenschaften: Stubenhocker, Flirtfaul, kein Sinn für Humor
Wohnort: In der billigsten Wohnung, die ich finden konnte.

In 3D ist der viel hässlicher als erwartet.
Den Rest gibt`s in zwei Bildern.

MACH WAS!!!
Jetzt pinkelt der mir schon wieder auf den Boden!
Zusammengefasst: Ich weiß nicht mehr warum ich vor 8 Jahren mal so gerne Die Sims gespielt habe. Die neue Version ist stinklangweilig und in 3D braucht man`s wirklich nicht. Gut, es wirkt alles schön plastisch, aber wozu braucht man das schon bei diesem Spiel? Daily-Soaps im Hosentaschenformat wären vielleicht ganz witzig, wenn überhaupt was passieren würde.

Bäh!

Samstag, 2. April 2011

Xbox 360 Testbericht: Homefront aka VÖLLIGER BULLSHIT!

OK...
Was hab ich verbrochen? Dieses Spiel ist nicht wirklich schlecht, aber... diese dreiste Kopie von ALLEN Call of Duty Spielen ist Handlungmäßig zum heulen. Ich beschwere mich oft über scheiß Handlungen, oder? Ich denke, daß Videospiele heutzutage von koreanischen Kindern geschrieben werden, die an Stühlen in irgendwelchen Kellern gefesselt sind. Ja, das hab ich gesagt! Zur Sache: Homefront handelt von der Übernahme der USA von den Koreanern. Reicht`s jetzt? Muß ich noch mehr sagen? Standard-Egoshooter, höllisch gescriptet, dumm, blöd und zum Glück nach vier (nochmal: VIER!!!) Stunden vorbei.

Ich habe schon lange keine soooooo schlechten Texturen mehr gesehen. Die Grafik ist ansonsten ganz OK.
Das Gameplay geht in Richtung "Ich bin Rambo!". So überbewaffnet war ich noch nie. Dazu kommt noch, daß die gegnerische Intelligenz nicht zu übertreffen ist. Ich hab noch nie so viele Gegner von der Seite erschossen. Die gescripteten Stellen sind auch super. Ich bin ein paar mal in einem Kaufhaus wegen ein paar Explosionen gestorben, weil ich nicht meinem ewig labernden Mitstreitern zugehört hab. Und die labern die ganze Zeit. "Geh nach rechts!" "Lauf durch die Tür!" "Erschieß den Typ!" Es gibt nur einen Weg und ich muß mir immer anhören, wo ich hin muß. So viele bescheuerte Tode bin ich auch noch nie gestorben. Ich bin an so vielen Kanten hängengeblieben und konnte mich nicht mehr bewegen. Ach ja, Türen kann man auch nicht selber öffnen. Meine Freunde müssen das für mich machen. Und warum bin ich auf die Idee gekommen, daß ich als erster durch ein Loch im Zaun gehen kann? Erst mal müssen meine tollen Kumpels durch, solange ist da `ne unsichtbare Wand. Wenn`s interessant wird ist`s auch schon vorbei. Überdramatisierte Handlung ohne Ende und ich kann nicht wirklich mit den Amis sympathisieren. Ich kenn die nicht mal. Das Beste:

Da musste ich Selbstmord machen. Er sollte die Tür öffnen.

Ich sag einfach nur NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ!!!!
So schlecht ist`s gar nicht.
 
Ich muß sowieso für die falsche Seite kämpfen.

Mittwoch, 30. März 2011

Kurztest: Marvel vs Capcom 3, PS3

WESKER!
Habt ihr schon mal ein Videospiel gespielt, daß ihr unbedingt mögen wollt, euch aber nicht richtig ansprecht? Mit diesem Spiel geht`s mir so. Ich bin zwar Fan von Capcom Spielen, hab aber nichts mit Comics am Hut. Und dazu mag ich die D.C. Helden wie Batman sowieso lieber. 36 Kämpfer hört sich zwar gut an, ich finde die meisten aber eher uninteressant oder ich kenne sie sowieso nicht (jedenfalls die Marvel-Kämpfer). Man kann auch gerade mal vier Charaktere freischalten, den Rest gibt`s für je 5 € zum runterladen. Billig ist das nicht gerade.

Die beiden kenne ich wenigstens
 Grafisch erinnert das Spiel etwas an Street Fighter IV, was wirklich in Ordnung geht. Leider gibt`s viel zu wenige Backgrounds (9) dafür gibt`s aber tolle Animationen.
Die Musik hat coole Remixes bekannter Themen.
Die Soundeffekte sind ignorierbar.
Was mich aber wirklich nervt sind die folgenden Dinge:

- Die Abspänne
Im Arcade-Modus kommt nur von dem Charakter der Abspann mit dem man den letzten Treffer beim Endgegner gelandet hat. Bei einem Dreierteam eher nervig und man bekommt dadurch eher zufällig einen Abspann zu Gesicht. Dazu bestehen die Abspänne nur aus zwei (muß ich noch mal betonen: ZWEI) gezeichneten Standbildern und etwas Text.

-Der Onlinemodus
Ich zocke zwar fast nie online, aber wenn ich mir in der Lobby zwei tanzende Spielkarten anglotzen muß bis ich mal dran bin und nicht den laufenden Kampf bekomme ich Augenkrebs.

-Kein Tutorial
Der Trainingsmodus ist nicht zu gebrauchen. Ich kann keine Moves lernen ohne die Anleitung in Händen zu halten. Seit 15 Jahren ist es doch Standard, daß man in einem simplen Menü die Moves nachschauen kann. Hier wurde dieses Gesetz gebrochen. Der Missionsmodus hilft da auch nicht und ist völlig witzlos.

-Überhaupt viel zu wenige Spielmodi
Arcade, Versus, Training, Mission, Online. Das war`s...

-Das Gameplay an sich
Ich hab Marvel vs Capcom 2. Das spielt sich wie ein normales Beat `em up. Teil 3 dagegen hat standardmäßig drei Buttons für normale Attacken, einen Spezialknopf, einen für Superspecialmoves, zwei für Charakterassists und Charakterwechsel und einen für schnelle Seitensprünge. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Der ganze Spielablauf ist aber sowieso ziemlich chaotisch.

Fazit: Es ist sicher kein schlechtes Game und ich weiß, daß mich viele für diesen Test hassen werden. Aber nach Super Street Fighter IV habe ich doch viel mehr erwartet. Schade, aber:

Freitag, 25. März 2011

Erste Eindrücke: Nintendo 3DS + Spiele

Wieso ist die Verpackung so schwer?
Da ist er nun, der 3DS. Sieht von Außen kaum anders aus als ein normaler DSi, nur die zwei kleinen Kameras verraten, daß da was Besonderes sein muß. Wenn ich gerade beim DSi bin, viel größer ist der 3DS nicht. Hauptsächlich etwas dicker. Aber nun erst mal zum Inhalt der Verpackung.

Das ist der Grund: Eine halbe Tonne Gebrauchsanleitungen und Warnhinweise!
In der Box befinden sich: Ein Ladegerät, daß auch als Tischständer herhält um Filme anzuschauen (wirkt verdammt billig und hält den 3DS nicht wirklich fest. Nicht sehr Nintendo-Typisch...), ein Netzteil, ein cooler ausfahrbarer Stylus, eine 2 GB SD-Card, ein paar seltsame Spielkarten (dazu komm ich noch), ein halber Roman an Betriebsanleitung (das Ding erklärt sich aber von selbst) und natürlich der Handheld selber.

Das Objekt der Begierde
Aufgeklappt fällt erst mal der große obere Bildschirm auf, der die 3D-Magie darstellen soll. Daneben ein 3D-Regler mit dem man die Stärke des 3D-Effekts (das waren aber viele 3Ds in so kurzer Zeit) einstellen kann. Der untere Bildschirm ist ein Touchscreen, wie man ihn schon vom DS kennt und stellt kein 3D dar. Schade eigentlich. Endlich gibt es einen Analogstick bzw. eine Analogscheibe, die zum Glück enorm besser funktioniert als bei Sony`s PSP. Sonst ist alles Standard wie z.B. der Lautstärkeregler, Kopfhörerausgang usw. Die kleinen Lautsprecher geben den gleichen kratzigen Ton aus, wie beim DS. Anscheinend in Surround, davon hab ich nur noch nichts gemerkt. An meiner großen Surroundanlage angeschlossen hab ich aber tatsächlich Raumklang festgestellt. Überhaupt ist der Klang des 3DS gar nicht mal schlecht.

Schwanzäääh... Größenvergleich: DSi, 3DS, PSP Slim & Lite
So, mal einschalten. Der obere Bildschirm beeindruckt sofort mit netten Effekten: Jede Anwendung hat eine kleine 3D-Animation. In richtigem 3D! Ohne Brille! Den Regler dafür muß sich jeder selbst einstellen. Ich persönlich fange an zu schielen, wenn der dreidimensionale Effekt auf Anschlag steht. So wie ich`s bis jetzt gelesen hab geht das den meisten so. Das Hauptmenü wartet mit folgenden Punkten auf:

- Nach Onlineupdate ein kurzer echter 3D-Film

- Das eingelegte Spiel. Dazu später mehr.

- Nintendo 3DS-Kamera
Das System hat drei Kameras, davon zwei außen und eine Innen. Die Innere macht die gleichen Fotos wie schon das Vorgängermodell gemacht hat. Die anderen sind da schon interessanter. Die machen 3D-Fotos. Sieht wirklich cool aus. Den Schnappschuss kann man dann auch etwas mit Grafitti (hä?) verschönern. Sinnlos.

- Nintendo 3DS Sound
Eine Kopieren-Einfügen-Software vom DSi. Man labert was in das eingebaute Mikrofon (wissen viele nicht: der DS hatte das auch schon immer) und kann die Stimme danach mit ganzen vier verschiedenen Effekten verzerren. Bis auf den vermeintlichen Surroundsound (ich hör davon auf meiner Bose-Anlage nix) gibt es keinen Unterschied zur DSi-Version. Amüsiert erwachsene Menschen ca. fünf Minuten, hält jüngere Generationen vielleicht 10 bei Laune. Überflüssig.

-Mii-Maker
Wie? Ich kann meinen Mii nicht vom Wii übernehmen? Keine Unterschiede zur Wii-Version. Avatar erstellen, mit befreundeten Miis Partys feiern.

-StreetPass Mii-Lobby
Versteh ich nicht ganz, interessiert mich nicht und werde ich nie benutzen. Ich glaub, da kann man mit anderen Leuten fechten.

-AR Games
Steht für "Advanced Reality". Da kommen die Spielkarten in`s... na ja Spiel eben. Man legt eine Karte auf den Tisch und der 3DS erkennt sie im Raum. Auf dem Bildschirm sieht man dann den Tisch, der von den Kameras aufgenommen wird und verschiedene Objekte, die in 3D darauf projiziert werden. Alleine schon dieser Effekt würde für ein großes "WOW!!!" reichen, aber der Hammer kommt noch: der 3DS hat eine Neigungerkennung ähnlich des iPhones und damit kann man dann Minispiele wie Zielschießen machen. Echt beeindruckend.

-Face Raiders
Man macht eine Foto von seinem eigenen Gesicht, das dann auf eine Art Minihelikopter gepappt wird. Die fliegen dann im Raum herum und man muß sie abschießen. Natürlich nur virtuell aber alles im richtigen Raum (oder für Leute, die auch mal das Haus verlassen: der Außenwelt, oder wie man das nennt). Auch sehr beeindruckend.

-Gesundheits- und Sicherheitsinformationen
Das gibt`s nur bei Nintendo. Nicht nur, daß das immer in jeder Verpackung beiliegt, nein, die Konsolen weisen bei jedem Start auf ihre Gefährlichkeit hin. Und haben zum genaueren Studium noch einen extra Menüpunkt und verweisen noch auf eine Website. Wer`s nachlesen will www.nintendo.com/healthsafety.

-Aktivitätslog
Zählt die gespielten Softwaretitel und die mit dem Gerät gemachten Schritte. Ich denke, daß ich mit dem Ding auch nie einen Schritt machen werde. Für Statistiker aber ganz interessant mit Balkenstatistik und so.

-Download-Spiel
Für Multiplayer-Spiele. Damit kann man Spieldaten von anderen DS und 3DS-Systemen übertragen.

-Systemeinstellungen
Datum, Uhrzeit, Interneteinstellungen, Altersbeschränkungen, Datenverwaltung usw. Nix besonderes.

-Internet-Browser
Funktioniert noch nicht. Nächstes Update?

-Mitteilungen
Da erklärt sich das System von selbst. Für jeden Menüpunkt, den man berührt gibt es eine Mitteilung. Nervig.

-Freundesliste
Bei mir grundsätzlich leer

-Spielnotizen
Da kann man Notizen über pausierte Software machen. Umweltfreundlich.

-Verschiedene Ansichten des Hauptmenüs
Man kann die Symbole vergrößern und verkleinern

-Bildschirmhelligkeit
Erklärt sich von selbst. Für ganz doofe: Wo ist der Papa? Da ist der Papa!


Das war`s. Oder fehlt noch was? Spiele? Da gibt`s Spiele dafür?

Meine ersten. Dank Amazon bekomm ich noch ein drittes umsonst!
Erst mal zu den alten DS Spielen. Da der 3DS eine höhere Auflösung hat wie der Vorgänger werden die Spiele mit einem Weichzeichner hochskaliert. Sieht unheimlich verschwommen aus und erinnert an`s gute alte Nintendo 64... Die 3DS-Module sind gleich groß wie die vom DS, weiss und haben einen kleinen Nippel (findet ihr mal ein vernünftiges Wort dafür), damit man sie nicht verwechselt (als ob das grobmotorische Kinder hindert).

Ganz rechts: der Nippel

Jetzt aber:

-Ridge Racer 3D
Vom Spiel an sich her nichts Neues. Die Strecken sind aus Ridge Racer 1 bis Teil 7 (keine einzige neue?) und das Fahrverhalten aus den letzten beiden Teilen. Macht immernoch Spaß und sieht auch wirklich gut aus. Der 3DS scheint auf etwa dem selben grafischem Niveau wie die PSP zu sein. Welche Frage drängt sich am meisten auf? Wie sieht`s in 3D aus? Einfach cool. Der Tiefeneffekt ist wirklich gut und die Fahrzeuge wirken sehr plastisch. Man findet ganz natürlich seinen Einlenkpunkt. Sehr zu empfehlen.

-Pilotwings Resort
Das war mein hauptsächlicher Kaufgrund für die Konsole. Ich bin halt Fan der Serie. Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Beruhigende und gleichzeitig stressige Fliegerei (das Spiel ist wieder ziemlich fordernd) mit allem, was man von einem Pilotwings erwartet. In 3D! Auch hier ist der Effekt wirklich gut. Höhenangst bekommt man zwar nicht, aber man hat schon einen guten Eindruck wo man sich gerade befindet. Leider werden in 3D einige Design-Schwächen noch deutlicher: Die Bäume wirken deutlich flacher als sonst. Die sind leider nicht besonders detailliert dargestellt. Für mich ein Kaufgrund, für den Rest: IHR HABT JA ALLE KEINE AHNUNG, ALSO SCHNAUZE!

Zum Abschluss muß ich sagen, daß ich wirklich begeistert bin. Ohne den 3D-Effekt wär das Gerät schon ganz nett, mit ist es aber wirklich interessant. Zu meckern hab ich wenig. Die Menüführung, wenn man ein Programm beenden will ist unnötig umständlich, es gibt bis jetzt wenige interessante Starttitel, 3D strengt die Augen auf jeden Fall schon an, also nichts für Dauerzocker und der Preis für das System und die Spiele finde ich noch zu hoch. Die angepeilte Zielgruppe wird damit also noch nicht angesprochen. Ich bin auf alle Fälle begeistert und freue mich auf die schönen Spiele, die in Zukunft rauskommen. Trotzdem: 3D ist nicht wirklich notwendig.

Donnerstag, 24. März 2011

Morgen 3D?

Wenn mir die Post keinen Strich durch die Rechnung macht, dann zock ich ab morgen auf einem kleinen tragbarem Gerät in 3D. Natürlich werde ich hier darüber berichten.